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Neue Autorenbeschreibung ganz am Anfang:

BÜCHER online über Dieter Schlesak, Neuerscheinung (Bitte ganz an den Anfang stellen) Und auch in der Autorenbeschreibung darauf verweisen.

 

Sprachheimat. Dieter Schlesak. Ein Lebenswerk in Zeiten von Diktatur und Exil

Herausgegeben von Jürgen Egyptien, George Guţu und Maria Irod, Pop Verlag und Verlag der Universität Bukarest Dezember 2009

Inhalt

 

Einleitung………………………………….

I               AGLIANO. AUS-LAND UND GRENZGANG

Joachim Wittstock (Sibiu/Hermannstadt), Im Oberland von Camaiore …

Reiner Wochele (Stuttgart), Literarischer Mönch .................................

Lerke von Saalfeld (Stuttgart), Poeta doctus. Preisrede 2007

Werner Söllner (Frankfurt/Main), Dieter Schlesak …………………

Edith Konradt (München), Dieter Schlesaks Grenzgänge ……………

                   Maria Irod Bukarest), Dieter Schlesaks „Zwischenschaft“ ………

II VATERLANDSTAGE UND DIE KUNST DES VERSCHWINDENS

Oliver Sill (Münster), „Vaterlandstage und die Kunst des

Verschwindens“ …

Edith Konradt (München), Die sprachgewordene Vernichtung. Zu Dieter Schlesaks Roman, Vaterlandstage und die Kunst des Verschwindens

 

III DIE HEIMKEHR IST EIN WEISSES BLATT. WENN DIE   DINGE AUS DEM NAMEN FALLEN

George Guţu (Bukarest), Auf der Suche nach Heimkehr …………

Alina Oancea (Triest), Heimkehr …………………………………

Lothar Baier (bis zu seinem Tode: Frankfurt/Main), Die gebrochene Übereinkunft …………...........

Alina Oancea (Triest), Die Heimkehr ist ein weißes Blatt …………

 

IV   DIE WELT ALS TEXT    

Marian Victor Buciu (Craiova), Die Welt als Text in Zeiten von Diktatur und Exil* ………………………………………………                              

V SPRACHE, DIKTATUR, EXIL UND DIE POETIK DER ABSENZ

Christina Weiss (Berlin), Am Wortstamm die Schlange ………

Wolfgang Schlott (Bremen), Poetik der Absenz …………….

Wolfgang Schlott (Bremen), Vom Reisen der Zeithäftlinge, LOS, Reisegedichte ……………..

Hans Jürgen Schmitt (Berlin), Mails und Küsse, Erotische Liebesgedichte ……………….

Jürgen Egyptien (Aachen), Transsylvanien und Transzendenz………

Luciano Zagari bis zu seinem Tode: Pisa), Zur Neubegründung der Lyriksprache nach Auschwitz ……………………………

Georg Aescht (Bonn), Dieter Schlesak findet Heimat im Wort

** * Physik und Gott ………………………………………………..

Michael Braun (Heidelberg), Wiederkehr des absoluten Gedichts …

Walter Hinck (Hoffnungstal bei Bensberg) , Elegie des Abschieds ….

Maria Irod (Bukarest), Lippe Lust. Poesia erotica zwischen Erotik und Mystik

Cosmin Dragoste (Craiova), Utopie-Heimat oder die Heimat als Beruf . Transilvania, mon amour

VI

DIE VIER NEUEN ROMANE SEIT 2002 UND EINE TRANSSYLVANISCHE REISE

Jürgen Egyptien (Aachen), Totenschrift und posthume Ästhetik Zum 'Verweser'-Projekt ……………………

Maria Irod (Bukarest),0 Schrift und Melancholie. Der Verweser und Vlad, die Dracula-Korrektur ………………………………..

Wolfgang Schlott (Bremen), Der Verweser ……………….

Olivia Spiridon (Tübingen), Romans Netz. Ein Liebesroman ………

Edith Konradt (Geretsried/München), Eine Transsylvanische Reise …

Wolfgang Schlott (Bremen), Eine Transsylvanische Reise. Ost-West-Passagen am Beispiel Rumäniens …………………….

Renate Färber-Husemann (Frankfurt/Main), Der Auschwitzapotheker

Wolfgang Schlott Bremen), Ein Dokumentarroman über die Todesmaschinerie der deutschen Nationalsozialisten                        

Georg Aescht (Bonn), Von der Familiarität des Bösen ……………

Zoltán Tibori Szabó (Cluj/Klausenburg), Mit Dieter Schlesak auf der Suche nach  menschlicher Würde ………………………

Bitte als ganzes Buch einstellen, ich schicke es im Anhang mit.


NEUERSCHEINUNGEN:

„Vlad, der Todesfürst. Die Dracula-Korrektur (Pop Verlag, Ludwigsburg, Zweite Auflage, 2009).

„Der Tod und der Teufel.“ Materialienbuch zum Vlad-Roman.

Die beiden Bücher werden 2010 in einer abendfüllenden Sendung bei ARTE und ARD

Vorgestellt. Mit einem langen Interview des Autors. (Vorabdruck in der vorletzten Ausgabe von Matrix, Ludwigsburg, Der Termin der Sendung wird noch bekanntgegeben).

Zu Dieter Schlesaks historischem Dokumentarroman: „Vlad, der Todesfürst. Die Dracula-Korrektur (Zweite Auflage, 2009). Und seinem Materialienbuch zum Vlad-Roman: „Der Tod und der Teufel.“

Der in Transsylvanien geborene, in Italien lebende deutsche Romancier, Lyriker und Essayist Dieter Schlesak, hat mit seinem Dokumentar- Roman „Capesius, der Auschwitzapotheker“ über den aus Transsylvanien stammenden Massenmörder Victor Capesius weltweiten Erfolg, gegenwärtig wird das Buch beim großen New Yorker Verlag Farrar Straus ins Amerikanische übersetzt.

Vlad der Pfähler, Vorbild unzähliger Dracula-Filme, Vorbild auch für Bram Stokers „Dracula“-Roman, stammt ebenfalls aus Schässburg. Auch der Romancier, der seine neuesten Bücher seinem berühmtesten Landsmann widmet, hat wie der Auschwitzapotheker Schässburg, die uralte transsylvanische Stadt zur Heimatstadt.

Diese gemeinsame Herkunft und das ganz persönliche, erinnerungsnahe Verhältnis zu seinem Stoff, schaffen in Dieter Schlesaks Buch eine furchtbare Nähe zu seinen Figuren des Grauens. Im Vlad-Buch , wie auch im Buch über den Auschwitzapotheker kann Schlesak ganz anders als die bisherigen Film- und Roman-Autoren unerträglich nah und mit einer paradoxen abgründigen Aura an seine Schreckens-Figuren herantreten.

Der Autor dieses historischen Dokumentarromans, der auch Forscher und Wissenschaftsautor ist, weiß aus bisher unbekannten rumänischen Quellen sehr viel über seine Hauptfigur Vlad und empfindet auch viel für seine, fast könnte man sagen, seit Kindheitstagen vertraute gespenstische Figur“, die ihn wie ein unbewusster Schatten verfolgt. Der Roman und das Beibuch „Der Tod und der Teufel“ korrigieren viele Verball­hornungen und Fälschungen, und analysieren sie äußerst kritisch, auch im Hinblick auf die neuere Literatur.

Zusätzlich diskutiert das Beibuch aufgrund neuer Forschungsergebnisse, die Figur des mysteriösen „Untoten“, und die brisante Frage, ob es ein Überleben des Todes geben kann!

In „Vlad, die Dracula-Korrektur“ und dem noch druckfrischen Materialienbuch zu Vlad, zeigt Dieter Schlesak, der sein Herkunftsland auch „Transsylwahnien“ nennt, dass „Dracula“ eine Gesamtmetapher ist, dass Vampirismus für die dunkle, abseitige, versteckte Seite des menschlichen Wesens steht. Sie ist so komplex, weil sie ganz allgemein das ausdrückt, was wir uns alle nicht einzugestehen wagen, alle Heimlichkeiten und geheimen Wünsche, von Todesängsten bis zu Erlösungshoffnungen oder auch zu Rachegedanken, dazu Sehnsucht nach ungehemmtem Ausleben aller Begierden.

Die vorgenommene „Korrektur“ betrifft vor allem den Dracula-Mythos, so wie er durch Bram Stokers Roman und dessen zahlreiche Verfilmungen entstanden ist, und Schlesaks Roman macht zugleich auf einen Themenkomplex aufmerksam, der im alltäglichen Leben Gegenstand der Verdrängung wird. Es geht um die Verwebung von Gewalt, Sexualität und Tod, die hier wieder entdeckt und meisterhaft dargestellt wird. Der Ich-Erzähler bringt die Faszination, die dem Vorbild Draculas immer noch anhaftet, auf den Punkt: „Deshalb ist der Untote Vlad Dracul so berühmt geworden, weil er Sex, Liebe, Tod und auch die Macht und die Grausamkeit in sich vereint.“.

Die Wochenzeitschrift DIE ZEIT sah Dracula als Pendant des Dr. Freud: als großen Entlarver des menschlichen Trieblebens.
Dazu gehört auch der Herrschafts- und Machtinstinkt bis hin zu den unglaubli­chen Grausamkeiten, den Szenen des Pfählens, furchtbare, irre Abgründe der menschlichen Natur werden ans Licht gebracht, entlarvt, und neue Zusammenhänge aufgedeckt.

Wer über „Dracula“, wer über seinen tieferen psychologischen, aber auch historischen Sinn Bescheid wissen möchte, liest diese beiden neuen Bücher.

Sie verdienen eine weltweite Verbreitung in allen Sprachen, weil alle Leser der Welt nicht nur Dracula kennen, sondern auch tief von dessen hintergründiger Thematik betroffen sind; die weltweite Bekanntheit des Stoffes zeugt dafür.

Der Tod und der Teufel. Leseprobe

 

DER TOD UND DER TEUFEL

                               Materialien zu „Vlad. Die Dracula-Korrektur“

INHALT

EINLEITUNG ………………………………………………….

ERSTER TEIL VLAD

I

Vlad, erinnert …………………………………            

II

Reise nach Transsylvanien ……………………….. …..      
Fiktion und Recherche ……………………….. ……………….
Archivarbeit ……………………………………………………
Vlad und die Liebe ……………………………………………

Dokumentarischer Anhang ……………………………………

III

Elisabeth Báthory, die Blutgräfin ……………………………..
Dokumentarischer Anhang………………………………………

ZWEITER TEIL. VAMPIRE UND NAHTODERLEBNISSE

I.
Geisterglaube und Begräbnisrituale …………….. ………………
Dokumentarischer Anhang ……………………………….    

II
OBE: Out of body experiences oder die Astralreise ……………

III.
Nahtoderlebnisse ……………. ………………………………….
Dokumentarischer Anhang ………………………………………

IV
Aus Briefen und Tagebüchern …. ………………………………

Die verfälschte Kulturgeschichte ………………………………

Dokumentarischer Anhang ………………

V.
Untote und historische Leere in Krisen- und Übergangszeiten. …
Vampir als Metapher für Absenz, Lebens-und Liebesunfähigkeit…

VI

Transkommunikation …………………………………………….

DRITTER TEIL. AUS EINEM BRIEFWECHSEL

Transsylvanien als Projektionsfläche ……………………………………            

Zwischenschaft und viele Querverbindungen zu Dracula ………..      

In Draculas Blutspur ………………………                    

Hysterie, Hypnose, Besessenheit und die Untoten ………………………

Der Vampir und das Dazwischen ……………..                  

VIERTER TEIL. DEUTUNGEN UND MUSEEN

Links und Bibliographien ………………………………………………

Bram Stokers Transsylvanien …………………………………………

Die Ausstellung im Schloss Ambras …………………………………..

Einführung in zwei Paradigmen interkultureller Wahrnehmung …………

Zum Dracula-Park in Schässburg ……………………………………

Der neue Untote: Nicolae Ceauşescu ………………………………….  

FÜNFTER TEIL. QUELLEN ZUM NACHLESEN

Táltos, die ungarischen Schamanen und der Zalmoxis-Kult..  

Gestalten der Glaubenswelt ………………………………  

Lexika und Nachschlagewerke ……………………………..

                                         EINLEITUNG

                                                    1

     „Vlad, die Dracula-Korrektur“ und dieses Buch gehören der Literatur und nicht der Geschichtsforschung an; sie haben nicht den Ehrgeiz, die Gesamtheit des Quellenmaterials und der Archive zum Thema Dracula und Vlad zu verarbeiten oder zu sichten, dazu gibt es genug sehr gut dokumentierte Untersuchungen,[1] denen wenig hinzuzufügen ist. Die beiden Bücher möchten durch literarische Wirkung, wozu auch viel Sprachphantasie und Fiktion gehört, eine spannende Geschichte über eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten des Spätmittelalters erzählen, die bisher außerordentlich kontrovers und auch tendenziös gedeutet wurde. So entsteht viel Spielraum für ein literarisches Porträt, das nur im Sich-Einfühlen in die porträtierte Gestalt mit allen Assoziationen und Schreibeinfällen zu einem sprachlichen Kunstwerk wird, das zwar auf Grund von Wissen und genauem Quellenstudium entsteht, aber eben in kreativem Umgang damit, zu Einfällen führt, um Figuren-Psychologie, Personen-, Orts- und Handlungsschilderungen möglich zu machen. Zu diesem Schaffensprozess gehört schriftstellerische Phantasie, die ein Historiker unmöglich bieten kann, weil er sich an Archive und meist langweilige Dokumente halten muss.[2] Der „narrative“ Umgang des Historikers kann wohl kaum als Wirklichkeitsdarstellung, Tatsachenschilderung dessen, was einmal war, gewertet werden.[3] Niemand der heute Lebenden ist dabei gewesen, kein Augenzeuge kann schildern, wie es wirklich gewesen ist. Aber sogar solche Berichte wären keine Wahrheitsgarantie, wie es nur allzu deutlich wird, wenn es um Zeugen bei Prozessen geht. Dürre Akten, Verträge, Briefe etc., sogenannte „Quellen“, können erst recht nicht als Informationsquellen, die uns sagen, wie es denn nun wirklich gewesen war, gewertet werden.[4] Und trotzdem muss ja der Historiker Geschichte zusammenhängend „erzählen,“ ja sogar „auffüllen“, „ergänzen“, und dokumentarisch „abgesichert“ erfinden, wie das etwa auch im Falle des wohl besten deutschen Buches über Vlad, den Pfähler, von Ralf-Peter Märtin geschieht, der gern auch auf bunte Legenden, Anekdoten, ja Gerüchte über Vlad zurückgreift und meiner Meinung nach manchmal fehlgeht in seinen Deutungen des Archivmaterials und der (oft) nur mündlich weitergegebenen Überlieferung, die später dann aufgeschrieben wurde[5], als Informationsquelle verwendet. Doch im Falle Vlad wird die „Erzählung“ ja generell von den Historikern so gehandhabt, da zeitgenössische Dokumente über ihn sehr rar sind.

                                                    2

Daher ist die Literatur, der historische Roman etwa, komplementär zur Geschichtsforschung wichtig, vor allem wegen dieses Quellenmangels: Literatur ist also Fortsetzung der Geschichtsforschung, nur mit anderen Mitteln.

„Der Tod und der Teufel“ gehört zu diesem Fortsetzungsversuch, doch es ist mehr. Man könnte das Buch einen assoziativen „Roman des Romans“ nennen, ein persönliches Begleitbuch zu „Vlad. Die Dracula-Korrektur“. Vlad, dieser historische Roman, geht auch in seiner ars poetica von den eben geschildeten Voraussetzungen aus. Er überträgt außerdem Poetologie die sogenannte „Unschärferelation“ der Wissenschaftstheorie, die ja das Subjektive mit einbezieht, auf diese historisch orientierte Literatur: Denn kein Erkenntnisprozess, auch kein historischer, umso weniger ein literarischer, kann den „Beobachter“, den Autor, den Erzähler ausklammern, um genau und stimmig zu sein. Und davon geht in erhöhtem Maß dieser „Roman des Romans“ aus, der intensiver noch die persönlichen Erfahrungen, Meinungen und Erkenntnisse dessen, der dieses Buch geschrieben hat, reflektiert. Er geht zum Beispiel ausführlich auf die persönlichen Gründe ein, die zu diesem Roman geführt haben, die nicht zuletzt im Biographischen liegen. Der Autor ist ein in Siebenbürgen Geborener, den viele Erinnerungen und Erfahrungen, den ein Leben an dieses Kulturland Transsylvanien bindet, und der beschließt, ein Buch über den „Landsmann“ Draculea, über den Mann mit dem gleichen Geburtsort, über Vlad, den Pfähler, zu schreiben, weil er die archaisierende Maskerade und die Verfälschungen, die durch Stokers Dracula-Roman und die vielen Filme, sowie durch den Sensationskult, der mit dem transsylvanischen „Dracula“ getrieben wird, nicht ertragen kann. Daher der Titel „Die Dracula-Korrektur“. Dieser Autor, der sich vorgenommen hat, auch eine Korrektur am „Monster“ Vlad Ţepeş vorzunehmen, versucht im Roman „Vlad. Die Dracula-Korrektur“ durch tiefer gehende Sprache und Einfühlung diesem Todes-Fürsten das Menschengesicht zurückzugeben, das ihm die Pamphlete seiner sächsischen Vorfahren und der Dracula-Roman des Iren Bram Stoker genommen haben. Die Rolle seiner Vorfahren in ihrem dipomatischen, geschichtlichen und auch kriegerisch-blutigen Interessenskonflikt mit Vlad, der sie gnadenlos pfählte und Städte zerstörte, niederbrannte, wird nachgegangen und versucht, diese historische Rolle zu ergründen. Vor allem die Rolle ihrer Einflussnahme auf das Monster-Bild des „Wütterichs“ Vlad war von Verrätern umgeben, von den Sachsen bis hin zum eignen Bruder, zu Vertragspartnern, Verbündeten, Freunden und den mitregierenden Bojaren des eigenen Fürstenhofs. Vlad war und blieb bis in den Tod einsam und lebte, andauernd von der Ermordung bedroht, auch für jene todeswütigen Zeiten außerordentlich gefährlich.

Korrektur also in mehrfachem Sinne. Vor allem aber die Korrektur an dieser unsäglichen Vermischung des rumänischen Fürsten Vlad mit dem okzidentalen Dracula und Vampir, der ja im Roman ein Székler sein soll, eine Mixtur, die der Ire Bram Stoker in seinem so erfolgreichen Roman schon 1897 angerichtet hatte,[6] wo er zwei Gestalten verschmilzt, eine historisch wirkliche und eine erfundene, die miteinander nichts, aber auch gar nichts gemein haben. Dabei ist der Erfundene berühmter als der Wirkliche, wie Lucian Boia betont; er spricht mit Recht über die Verwunderung der Rumänen, die diesen Westimport in ihr Land früher gar nicht kannten. Man darf nicht vergessen, dass Vlad in den rumänischen Chroniken kaum wahrgenommen wurde.[7]

                                                    3

Der Autor der „Dracula-Korrektur“ nimmt sich die Freiheit einer (nicht nur) dichterischen Lizenz, im Sinne einer alt-neuen Poetologie, sein subjektives Vlad-Bild zu zeichnen. Mehr noch, in diesem hier vorliegenden Begleit-Buch zum Roman sind die assoziativen Hintergründe dazu geschildert, wie die aus persönlicher Einfühlung und mit kreativer Phantasiearbeit rekonstruierte Vlad-Geschichte, die Deutung vieler Einzelheiten aus den überlieferten Daten zu seinem Leben, bis hin zum Vampir-Thema, der Erzählung und Deutung der anderen Stoker-Vorbilder, wie die Geschichte der „Blutgräfin“ Elisabeth Báthory. Weiter dann, auch auf der Basis jahrzehntelanger persönlicher Erfahrungen und prägender Seelenarbeit mit brisanten Lebensmotiven, werden tiefenpsychologische Quellen zu Todes- und   -Jenseitsthemen behandelt, wie OBE (Zweiter Körper, Astralreisen, Schamanismus), vor allem aber die Erfahrungen „klinisch Toter“ (Nahtoderfahrungen); dazu gehören auch viele Briefe, Gespräche, Lektüreerlebnisse, eigene Erfahrungen, bis hin zu Kindheits­erinnerun­gen in Transsylvanien und die seltsamsten Dinge aus der Familiengeschichte. Ebenso das, was auch die moderne Psyche an Motiven und Metaphern in der Gestalt des Vampirs wiederfinden kann, vor allem in der modernen Literatur, so das Nicht-Lieben-Können, das „Un-Tote“, der Seelenverlust, der Wahrnehmungs- und Lebensverlust in der Moderne. Das alles wird in den Kapiteln dieses Materialien-Buches beleuchtet. Wobei für einige Kapitel gilt, dass das Dracula-Thema einen Aufmerksamkeitsmittelpunkt bildet und so auch die sich ihm nähernden Randphänome beschrieben und in dieses hell leuchtende Licht gerückt werden können. Der Autor tut dieses, weil diese Motive gern vergessen werden, obwohl sie auch in der Gegenwart zur Lösung vieler Probleme beitragen könnten. So sind diese modernen Zeitprobleme und vor allem die Grenzthemen als gern verdrängte Themen zum andern, den Horror vermarktenden Motiv, das nur grob gezeichnet auch Erfolg hat, komplementär, so dass diese subtile Thematik eines großen Ernstes, im Zentrum die Todes- und Sterbeproblematik, mit transportiert werden kann, und so auch das etwas infantile Thema „Dracula“ rechtfertigt!


 

Capesius, der Auschwitzapotheker, 2. verbeserte Auflage, Hora Verlag, Sibiu Hermannstadt, Oktober 2009

Im September ist die italienische Ausgabe beim großen Mailänder Verlag Garzanti erschienen.

Welterfolg des Auschwitzapothekers

Die amerikanische Ausgabe wird beim großen Verlag FSG in New York (24 Nobelpreisträger) vorbereitet.

In London erscheint er bei Faber,. Es geht rund:
von Barcelona, Amsterdam. Paris, Stockholm bis St. Petersburg,Krakau, Prag, Jerusalem und Kopenhagen werden Ausgaben vorbereitet.  Ebenso in Brasilien.
Erschienen ist das Buch außer in Mailand und Krakau, in Bukarest und Budapest.

Hier der begeisterte Brief des New Yorkers Verlegers:

 

Dear Dr. Schlesak,

I wanted to introduce myself. I am the publisher of Farrar, Straus & Giroux in New York. We are very excited about your book CAPESIUS and very much looking forward to publishing it here in the U.S. and finding an outstanding British partner to do it there. Thank you for entrusting us with this responsibility.

 

We have asked the man who wrote a very moving report about the German edition to prepare a sample translation and I hope this will lead to his translating the book for us. I think that the right title in Enlgish would be THE DRUGGIST OF AUSCHWITZ.

 

It is a work of great intensity and gravity and I’m sure it will have an important part in the literature of the Holocaust.

 

Could you please send me your address and phone number etc so that we have it for preparing our contract, etc.

 

All good wishes and welcome to FSG.

 

Cordially,

 

Jonathan Galassi

Farrar, Straus and Giroux

18 West 18th Street

New York, NY 10011


LYRIK

Heimleuchten, Gedichte, Pop Verlag Ludwigsburg, 2009

               DIE VERÄNDERUNG DER VERGANGENHEIT

                   Poesis. Zu einer posthumen Poetik

 

Lassen Sie mich mit einem Paradox beginnen: dass die "alte" Literatur eigentlich ausgespielt hat, dass es aber ohne Literatur, vor allem ohne Lyrik, gar nicht mehr geht; und auch die Romane müssen als solche Verdichtung gesehen werden. Kein fester Boden (vor allem seit 1989): Schreiben, um am Leben zu bleiben; und was früher nur solchen Weltwechslern, Flüchtlingen, Emigranten geschah, ist heute allgemein geworden: Niemand mehr ist zu Hause, die Fremde ist ihm ins Wohnzimmer nachgezogen! Mein Kollege Rolf Bossert hatte sich noch zwei Jahre vorher, kurz nach der Ankunft in West-Deutschland das Leben genommen In einem Widmungsgedicht hatte ich ihm nachgerufen: "Wir dachten, es gäbe ein Land unter den Füßen, / doch es hielt den heißen Sohlen nicht stand."

  "Nichts ist so wie es ist." "Nichts ist wirklich", weder angesichts der Zukunft, noch vor allem angesichts des Todes.

Und ich glaube, die Literatur hat da einen neuen, wichtigen Ort, wo sie hinstreben muß: Vor allem die Gedichte bewegen sich an den Rändern des großen Geheimnisses. Ich bin davon überzeugt, dass es nach der Überwindung der politischen Grenze, eine neue, innere fast noch schmerzlichere Grenze gibt. Und auch eine neue innere Zensur, die schlimmer ist als die bisherige! Ja, was träumte man denn "bisher"- und was ist mit diesen Träumen geschehen?

  Aber das "Rettende auch"? Dieses lässt sich wie bisher und freilich kaum mit andern, als mit den immer noch als Arkana anzusehenden Mitteln des Gedichts ausdrücken: denn die gewohnte Sprache trägt nicht mehr, Lust holen, wie Atem holen aus dem Ganz Andern, denn ...

Nichts ist so wie es ist

Nichts ist unerschütterlich so wie es ist

Nicht ist so wie es gekommen ist

Nicht ist so wie es kommen musste

Nichts ist wirklich

Nichts ist so

Nichts ist

Geschrieben wird auf innere Türen - auch im Rückgriff auf die schlechte "alte Zeit", um das, was nach 89 gerne vergessen wird, bewusst zu machen.

DER WIDERSTAND

DER AUFSTAND

DER HANDSTAND

DER RUHESTAND

Transsylvania mon amour, Gedichte und Übersetzungen, Hora Verlag, Sibiu Hermannstadt, Oktober 2009

Ein Buch der Erinnerung, der Liebe zur Herkunftslandschaft, und Trauer über ihr Verschwinden. Denn erst nach der Wende 1990 kam der Todesstoß für die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen, ein Massenexodus nach Deutschland setzte ein, der viele Ortschaften im Leeren und entvölkert zurückließ.   Nichts, Nichts – nach 850 Jahren, ein Geschichtsende, ein Aus.

 

SCHWACH NUR

Ein Echo

 

Der Auszug

 

Geschwärzte Chroniken leuchten

In Museen

 

Von Westen her täuschend

Ein Licht, gekonnte

Sonnenuntergänge

Rot/ Freizeit Ferienfreude. Und

Zweihundertfünfzig Sorten Brot

 

Ein Blitz, eine Wolke

Als wäre Natur

Verführt und das Licht

Du mein halbes Auge

 

Schön dieses Mutter

Land

 

Woher wir kamen

Vor fast tausend Jahren

Dort kommen wir wieder an.

Mit Grabsteinen im Gepäck.

 

Hiesch det Mother

Lond

Wohär mer kaamen

Vur fast tausend Johren

Do kun mer wedder un

Mät Grawstienen

äm Gepäck.

 

Peter Jacobi, der siebenbürgische Bildhauer, hat in einem Foto-Buch „Pelegrin prin Transilvania“( diese summende Leere festgehalten. Es sind ergreifende Kunstfotos der furchtbarsten Verwüstung verlassener, verfallener Dörfer, Kirchen, Kirchenburgen, Felder, Ruinen, die wie ein Schlag ins Auge wirken, das Herz ergreifen. Für den Siebenbürger war es eine Heimkehr wie ins NOCH Abbildbare, das Nichts im Zeitfoto noch erkennbar, was in diesen meist siebenhundert Jahre alten Denkmälern (einige Weltkulturerbe) Kirchenräumen, Orgeln, Wehrtürmen, Festungsmauern, leeren, grasbewachsenen Zimmern und leeren Fensterhöhlen – alten Pfarrhäusern: Ruinen widerscheint, ist ein Erschauern unaufhaltsamer Vergänglichkeit. Verschwinden und Abschied,

E-BOOKS NEUERSCHEINUNGEN

Mein Krebs Gang. Ein Überlebenstagebuch

KLAPPENTEXT

 

Haben Sie Krebs gehabt? Den Todesschrecken gehabt, als Ihnen der Arzt dieses mitteilte?

 

Anfang Mai meines Unglücks-Jahres 2000 wurde ich bei einer Routine­untersuchung durch eine Unglücksbotschaft meines Urologen überrascht und aus meinem normalen Lebens­rhythmus herausgerissen: Prostatakarzi­nom, PSA-Wert: 34!

 

Dann die OP und drei Wochen Krankenhausaufenthalt im Katharinenhospital von Stuttgart. Schon drei Tage nach der Operation schrieb ich Tagebuch, versuchte auch zu rekonstruieren, was in der OP-Stunde mit mir geschehen war. Doch auch gegen die Schmerzen nachher half Schreiben.

 

„Gestern habe ich erfahren, dass in den Lymphknoten und Samenbläschen Mikrotumoren seien Also war mein Krebs nicht lokal auf die Prostata beschränkt! Wieder ein Schock; mit L. trauriger Spaziergang im Park, die alten Incubi kamen wieder, die Todesgedanken. Obwohl es ja eine Prophylaxe ist, denn die Knoten wurden wie die Samenbläschen herausoperiert. Sie hätten sich aber verbreiten können; das aber lässt sich erst in 3 Monaten am PSA-Wert feststellen; daher wäre eine Hormontherapie erst dann fällig! Aber ich möchte nicht warten, sondern sofort alles stoppen. Ich besprach das heute mit Dr. Mattes, dem Stationsarzt, einem netten Mann, mit dem Prof. Eisenberger kann man so was gar nicht besprechen. Er hat kaum Zeit. Überhaupt wird man hier sehr demütig. Schon, dass nur auf der U1, hier der Privatstation des Prof., wöchentlich etwa 7 Patienten am gleichen Prostatakarzinom operiert werden, in der ganzen Klinik der Kassenpatienten, also U3, U4 ca. 50, ist Wahnsinn, zeigt auch, wie diese Krankheit zugenommen hat, auch weil die Alterspyramide steigt. Neunzigjährige sollen es sozusagen alle haben, 80- jährige fast alle!

Ich müsste mit mehr Schockbewusstsein reagieren. Und bin nun auch körperlich zu schwach dazu? Am liebsten würde ich mich hinlegen, doch ich zwinge mich, weiter zu schreiben. Literatur als Trost?

                     Ach, die Literatur ist angesichts dieser Schmerzen ein Nichts.“

 

Der Hauptteil des Buches aber beschreibt den Kampf gegen den Krebs, die Angst und die Todesgedanken, denn als Prognose bekam ich „fünf Jahre“ Leben mit. Mein Widerstand gegen alle Ängste und Depressionen, aber auch die Therapien und mein Heil- und Lebens- Konzept, um die mir von den Ärzten gegebenen „fünf Jahre“ in meinem Haus in Italien zu überleben, ist der zweite Teil des Buches.

 

„Gottseidank ist der Schlaf und auch der allgemeine Zustand, körperlich und seelisch, hier aber viel besser als in Deutschland, wenn auch die Stille hier und eine gewisse Isolation doch immer wieder die leidigen Todesgedanken aufkommen lassen, und der sehr veränderte Zustand seit diesem Schock spürbarer wird. Ich versuche ihn schreibend und meditativ (Yoga) aufzuarbeiten und den ganzen Einbruch auch als eine Art "Geschenk" und Weckmittel aus der eingefahrenen Lebensroutine zu sehen. Schmerzen habe ich keine, nur eine gewisse Schwäche, die wohl auch mit dem Blutmangel zusammenhängt. Und oft bin ich genervt und verliere die Geduld als Sklave meines Bodys. Lange Spaziergänge hier in bergiger Gegend kann ich durchaus schaffen, doch das Muskelfieber zeigt mir, wie sehr sich der Körper entwöhnt hat.

Mit unserer Antoinella, der Reinigungsfrau, die ihre Mutter durch Krebs verloren hat, sprach ich davon, dass ich nun wie zu einem Leidensclub gehöre, und es erstaunlich sei, wie viele Menschen von dieser Pest des Jahrhunderts betroffen seien. Vererblich sei alles, ja, und sie müsse sich auch öfter untersuchen lassen, doch ich sagte auch, dass viele andere Faktoren heute mitspielten. Strahlungen, Klimaveränderung, Wasser, Nahrung, Smog etc. Dass aber jetzt durch die neue DNS-Entdeckung, 97 % des Bauplans des Menschen nun bekannt sei, der noch aufgeschlüsselt werden muss, und alles eine Sache der Bioinformation sei und nicht eine sSache des sichtbaren Körpers und seiner Organe.

Und meine alternative Therapie ging auch davon aus, dass Krebs eine Art Informationskrankheit der Zellen ist, und dass die Psyche da stark in dieses immaterielle System hineinwirkt.

Es war so nicht nur die Therapie selbst, die ich im Buch genau beschreibe, sondern auch die geistige Tätigkeit, dann Yoga, aber vor allem – die intensiven Liebesbeziehungen, und … dass ich die Erotik, ja, den Sex, trotz allem (die Nerven, die Errektion durch Erregung möglich machen, waren ja durchgeschnitten worden!) nicht aufgab, auch dem Alter trotzte, ich war ja sechsundsechzig Jahre alt bei der Operation, mich nicht „fallen ließ“, sondern im Gegenteil, mehr liebte, seelisch und körperlich, denn je, war sicher das Entscheidende an diese alternativen Therapie, die mein Überleben sicherte, bis heute sicherte: zehn Jahre danach; zur großen Verwunderung meines Urologen. Der mich freilich als „statistisch nicht relevant“ und als „Einzelfall“ einstuft. Und doch möchte ich alle Leidensgenossen ermuntern, es genau so zu tun, so dass immer mehr „Einzelfälle“ entstehen.

Erscheint wie die anderen bei Ciando, München



 

[1] Es sind vor allem die rumänischen Quellen und Bücher. Vgl. die rumänische Bibliographie im Anhang. Doch unschlagbar wichtig ist immer noch das Standardwerk, das in vielen Sprachen, auch auf Deutsch, erschienen ist: Raymond McNally und Radu Florescu: Auf Draculas Spuren. Die Geschichte des Fürsten und der Vampire, Berlin 1996. Und für meinen Roman ist die Hauptquelle: Raymond McNally und Radu Florescu: Dracula. A Biography of Vlad the impaler, 1431-1476, New York, 1973. Ich habe die englische und italienische Ausgabe (Bologna 1976) benützt, es gibt keine deutsche Ausgabe dieser wichtigen Untersuchung über Vlad, und es kommt seltsamerweise auch im wichtigsten deutschen Buch zum Thema, im Werk des Historikers Ralf-Peter Märtin, Dracula. Das Leben des Vlad Ţepeş, Neuausgabe, Berlin 2004, nicht vor; wo man doch eine so umfassende Bibliographie nachlesen kann! Bemerkenswert ist, dass im Buch von Märtin auch die rumänische Bibliographie vorzufinden ist! Zu bemängeln wäre allerdings, dass Märtin die historischen Quellen mit den Erzählungen und Legenden über Vlad Ţepeş als Monster zu unkritisch vermischt. So entsteht das einseitige Bild eines Tyrannen, der auch Strafen willkürlich bestimmt, und fast witzig und bunt die entsprechenden Strafen gegen jene, die ihm zu widersprechen wagen oder seine Macht angreifen, befiehlt! (Vgl. vor allem S. 103-115). So erscheint Vlad als ein Herrscher, der kein Recht, nur „Ordnung“ und „Nützlichkeit“ in seinem sadistischen, macht-eigensüchtigen und pathologisch puritanischen Sinn akzeptiert, auch was Sexualität, die immer die Tyrannen-Ordnung stört, betrifft! Für den Autor des vorliegenden Buches eigentlich ein hassenswerter Charakterzug, der ihn an moderne Tyrannen, auch an Ceauşescu erinnert, der sich Vlad zum Vorbild nahm, sich als Nachfolger Vlads sah. Anhand der wichtigsten Untersuchung, die von McNally/Florescu: A Biography of Vlad the impaler a.a.O,. und den sehr detallierten Beschreibungen des Lebens- und Herrscherstils dieses ersten autoritären Renaissancefürsten in der Walachei, wäre noch manches ausführlich zu diskutieren, was bisher kaum geschehen ist. In diesem Buch wird es versucht!

[2] Otto F. Bests „Handbuch literarischer Fachbegriffe“, Frankfurt 1983, definiert den „historischen Roman“ sogar als Roman, der die Fabel „auf historische Persönlichkeiten gründet bzw. hist. Überlieferung als Hintergrund für fiktive Handlung“ benutzt.

[3] Der heute wohl bedeutendste rumänische Historiker, Lucian Boia, der vor allem auf die rumänische Geschichte bezogen, grundsätzlich der Meinung ist, dass Geschichte oft tendenziöse Erfindung sei, die gern mit Fälschungen arbeitet, steht diesem Standpunkt sehr nahe! Vgl. dazu: „Istorie şi mit in conştiinţa românească“ (Geschichte und Mythos im rumänischen Bewusstsein), Bukarest 1997, 2002. Ähnlicher Ansicht ist auch einer der wichtigsten deutschen Historiker Hans-Ulrich Wehler, von der „Bielefelder Schule“.

[4] Und geradzu unerträglich ist es, wenn Provinzhistoriker und Kommentatoren, die fast schon vom Standpunkt der Sachsenstädte aus dem 15. Jahrhundert pro domo argumentieren, im Brustton der Überzeugung behaupten, sie wüssten ganz genau, wie es damals gewesen war! Meine Entgenung ist abrufbar unter: http://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/suche/schlesak-kroner/ und unter www.dieterschlesak.de

[5] Etwa bei den sogenannten „Verratsbriefen“ an den Sultan Mehmet, die Vlad zugeschoben wurden, aber rumänischen Bojaren, Thronprätendenten und den Sachsenstädten zugeschrieben werden müssen, die diese Briefe fälschten, um Vlad zu beseitigen.

Porträteigenschaften des Vlad-Ölbildes aus der Abnormengalerie von Schloss Ambras (Innsbruck). Und drittens interessierte ihn die Blutmetapher, die Blutspur Vlads, des Pfählers. „Doch er hat eine Fikion beschrieben, die eigentlich mit dem realen Vlad Ţepeş nichts zu tun hat, und nicht einmal mit der Tradition und den Legenden verbunden werden kann! Der Vampir Dracula ist keine Transfiguration Vlads; Dracula ist eine völlig unabhängige Figur und vollkommen fiktiv.“

[7] Er wird in ihnen nur am Rande erwähnt als Erbauer des Klosters Snagov und der Festung Poenari. McNally/Florescu in: Dracula. A Biography, a.a.O. (italienische Ausgabe) S. 88-92, berichten über viele Details und mit reicher Bibliographie, auch was die Chroniken betrifft, sowohl über Snagov, der Abt des Klosters Snagov Cesarie war Vlads Beichtvater, und wurde gepfählt, weil er Vlad ins Gewissen redete. (N.I. Şerbănescu, Istoria Mănăstirii Snagov, Bukarest 1944.) (Ich habe von Cesarie einiges in Bernardos Figur übernommen!), als auch über die Sklavenarbeit nahezu in KZ-Manier, als die jungen Bojaren und ihre Frauen monatelang zum Bau des „Dracula-Schlosses“ von Poenari zu Schwerstarbeit gezwungen wurden. Die alten Bojaren dagegen wurden gepfählt. Mein Roman beschreibt die schreckliche Szene von Ostern 1459 (1. Auflage. S. 45-55). McNally Florescu zählen auch auch die Gründe auf: Persönliche Rache, weil der Bruder Mircea lebendig begraben wurde, der Vater gefoltert. Doch auch, dass ab jenem Ostertag, Vlad ganz ohne den alten Bojarenrat herrschte, eine ganz neue junge Macht-Elite schuf.

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LA LUCE DELL’ANIMA Autore: Dieter Schlesak - Vivetta Valacca   Come nell'alchimia tradizionale l'amore animico trasmuta la saliva in acqua della vita e fa scaturire "corpi di gloria" degli amanti: "Perché chi è innamorato...

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Il farmacista di Auschwitz

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